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Bauunternehmen im Fadenkreuz der Cyberkriminalität

Cyberversicherung

Bauunternehmer im Fadenkreuz der Cyberkriminalität

,,Cyberattacken kosten die deutsche Wirtschaft schätzungsweise 200 Milliarden Euro im Jahr‘‘ - Das war das Ergebnis einer Studie des Digitalverbands Bitkom, aus dem vergangenen Jahr. Tendenz -steigend.

Ein Doppelklick auf eine vermeintliche Rechnung, ein einfacher Klick auf eine seriös wirkende Bewerbung oder sogar die dreiste Manipulation des Mailverkehrs, es kann so schnell und oftmals einfach unbemerkt gehen, doch die Folgen sind immens: Erhebliche Reputationsverluste, sensible Projekt- oder Kundendaten werden gestohlen und zusätzlich, die finanziellen Kosten infolge eines Cyber-Angriffs. 

Trojaner bringen Bauunternehmen zum Erliegen

Wenn Malware die IT lahm legt, kann das den gesamten Betriebsablauf stören, die Durchführung von großen Bauprojekten steht auf dem Spiel. Allerdings sind viele Probleme speziell in der Bauwirtschaft hausgemacht.
 
Viele Unternehmen sind sich den Gefahren nicht bewusst. Die Ziele der Täter sind unterschiedlich, die Risiken der Unternehmen ebenfalls. Unterteilt man diese Risiken, so kommt man insgesamt auf drei Gruppen:

  • Entwendung oder Manipulation von Daten
  • Störung oder Ausfall von Betriebsabläufen
  • Unstrukturiertes Krisenmanagement

Neben den technischen Vorsorgemaßnahmen sind auch Cyber-Versicherungen ein weiterer Schritt, um das eigene Risikomanagement zu optimieren. Der Markt hierfür boomt, der Absatz steigt und die Schadenfälle ebenso. Doch lohnt sich der Abschluss einer Cyber-Police und gehört das Produkt zu einem vollständigen Risikomanagement eines Bauunternehmens? 

Versichern gegen Cyberrisk?

Den Risikotransfer von monetären Schäden als auch von fehlenden Prozessen löst die Versicherungswirtschaft mit der Cyber-Versicherung. Die Cyber-Versicherung wird seit 2011 in Deutschland angeboten, in den USA ist sie bereits seit langem Standard.

Der Schutz umfasst als Hauptbestandteile möglicher Schadenersatzansprüche gegenüber dem versicherten Unternehmen, Eigenschäden wie Betriebsunterbrechung und Erpressungsgelder sowie Soforthilfe und Notfallmanagement durch externe Spezialisten für den Krisenfall.

Die Versicherungsunternehmen begegnen dem neuen Risiko auf ganzheitlicher Ebene und möchten den Policeninhabern von der ersten Minute an schnelle und professionelle Hilfe gewährleisten. Die bekannte Entschädigung im „Nachgang“ wird somit bewusst umgangen. Durch die Wahl von eigens vergebenen Notrufnummern werden versicherte Unternehmen in Punkto IT-Forensik, Öffentlichkeitsarbeit und Rechtsberatung durch ausgewählte Dienstleister begleitet und durch den Krisenfall gemanagt. Besonders die Zunahme gesetzlicher Verschärfungen im Punkto IT-Sicherheit sollten Unternehmen dazu bewegen, ihr eigenes Risikomanagement zu überdenken und zu optimieren

Cyber-Policen für die Schadenprävention

Es sollte bedacht werden, dass viele Cyber-Policen bereits vor dem Schadensfall unterstützend in der Schadensprävention zur Seite stehen. Beispielsweise durch die kostenlose Erstellung von Krisen- und Notfallplänen bei einer Cyber-Attacke. Hierbei bedienen sich viele Versicherer spezieller IT-Experten, welche die Versicherten vor, während und nach einem Cyber-Angriff unterstützen. Da jedoch nicht jedes Bedingungswerk solche Leistungen mitversichert und auch Unterschiede im Punkto Obliegenheiten bestehen, sollten bei der Auswahl des richtigen Produktes spezialisierte Versicherungsmakler mit entsprechendem Knowhow hinzugezogen werden. Abschließend kann festgehalten werden, dass Cyber-Policen von immer größerer Bedeutung werden und dass deren Abschluss dringend zu empfehlen ist, um sowohl das Unternehmen als auch Führungskräfte und Mitarbeiter abzusichern. 

Bauunternehmer im Fadenkreuz der Cyberkriminalität
Christian Tausch
Geschäftsführer
Main Assekuranz