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Sicherheit im Cashflow

/ Wie Kreditversicherungen und Factoring zur Überlebensstrategie für Unternehmen in Krisenzeiten werden

Iran-Konflikt

26.03.2026
Kreditversicherung_Iran_Konflikt

Krisen und Konflikte, wie derzeit der Konflikt im Nahen Osten, führen zu geopolitischer Instabilität. Gleichzeitig kehrt Nervosität in der Wirtschaft ein – denn kriegerische Auseinandersetzungen, egal wo auf der Welt, verstärken wirtschaftliche Unsicherheit. Viele Unternehmen achten in diesen Zeiten ganz besonders auf ihre Liquidität. Die Absicherung der solchen wird damit zur klaren Überlebensstrategie für Unternehmen und Betriebe und ist kein „Nice-to-have“ mehr.

Forderungsmanagement und Factoring sollten für Unternehmen immer eine Möglichkeit sein, aber gerade in instabilen Zeiten macht es Sinn, die Prioritäten hierhin zu verlagern. Unternehmen empfehlen wir, den Blick auf die folgenden drei Bausteine zu legen, um Liquidität zu sichern und sich in Krisenzeiten gut abgesichert zu wissen.

1. Zahlungsausfälle und Schutz vor Dominoeffekten

Kriege und Konflikte führen oft zu unterbrochenen Lieferketten und folglich auch zu Sanktionen. Wenn ein großer Abnehmer aufgrund der politischen Lage zahlungsunfähig wird oder Gelder eingefroren werden, kann das eine Kettenreaktion auslösen, bei der sich Zahlungsausfälle entlang der gesamten Lieferkette ergeben.

Eine Forderungsausfallversicherung kann in diesem Fall als Airbag fungieren. Wenn ein Kunde nicht zahlt, springt die Versicherung ein. Beim Factoring übernimmt der Factor das volle Ausfallrisiko (Delkredererisiko). Unternehmen (Factoring-Kunden) erhalten ihr Geld sofort, egal ob der Kunde (Debitor) später in die Insolvenz rutscht.

2. Volatilität der Rohstoffpreise und Inflation

Militärische Konflikte im Iran oder den umliegenden Regionen beeinflussen die Energiepreise fast immer. Steigende Kosten für Öl und Gas setzen die Margen unter Druck. Das betrifft vor allem Unternehmen aus Industrie, Transport & Logistik sowie mittelständische Unternehmen, die intensiv mit Energie handeln oder auf sie angewiesen sind. In der Folge heißt das: Unternehmen benötigen mehr Cash, um die gestiegenen Betriebskosten und teureren Wareneinkäufe zu decken.

Durch Factoring werden ausstehende Forderungen (die oft 30, 60 oder 90 Tage liegen bleiben) sofort in Bargeld umgewandelt und Unternehmen erhalten sofortige Liquidität. Dieser Cashflow kann genutzt werden, um Skonti bei Lieferanten zu ziehen oder Vorräte zu sichern, bevor die Preise weiter steigen.

3. Verschärfte Kreditvergabe der Banken

Wir beobachten, dass Banken in Krisenzeiten vorsichtiger werden. Die Risikoabteilungen stufen Branchen mit Auslandsbezug oft herab, was die Kreditlinie (Kontokorrent) einschränken oder verteuern kann.

Factoring reduziert die Forderungen in der Bilanz und erhöht die Eigenkapitalquote. Das verbessert das Banken-Rating (Basel III/IV) genau dann, wenn Unternehmen es am meisten brauchen. Gleichzeitig können sich Unternehmen von der restriktiven Kreditpolitik der Hausbanken unabhängig machen.

Forderungsausfallversicherungen und Factoring können in unsicheren Zeiten zum Sicherheitsnetz für Unternehmen werden. Dabei ist wichtig, beide Lösungen immer individuell zu betrachten. Nicht jede Lösung passt für jeden und nicht jede Forderungsausfallversicherung gleicht der nächsten.

ARTUS Credit Risk Consulting ist als Spezialmakler innerhalb der ARTUS GRUPPE auf Kreditversicherungen, Bürgschaften und Factoring spezialisiert. In der Beratung liegt der Fokus immer auf dem Unternehmen und darauf, eine individuelle Lösung zu finden – sprechen Sie uns gerne an und wir prüfen gemeinsam, welche Lösung für Ihr Unternehmen am besten passt.

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Roland Christ
Mitglied der Geschäftsleitung
ARTUS Credit