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Die unterschätzte Regress-Falle

Warum Maschinenbauer bei Rückrufen oft leer ausgehen

Haftpflicht-Versicherung

18.06.2026
Regress-Falle

Ob Lebensmittelproduktion, Kfz-Zulieferer, Fördertechnik oder Energiewirtschaft: Maschinenbauer sind das Rückgrat der Industrie. Doch gerade als spezialisierter Zulieferer von Komponenten stehen Sie vor einem Haftungsszenario, das in der Praxis oft unterschätzt wird. Die Beobachtung unserer Experten zeigt: Regelmäßig verbergen sich in den Versicherungsverträgen Deckungslücken, die Unternehmen unvorbereitet treffen.

Warum die Standard-Haftpflicht hier oft versagt

Viele konventionelle Betriebshaftpflichtversicherungen von Maschinenbauern decken zwar Personen- und Sachschäden ab, stoßen aber bei reinen Vermögensschäden an ihre Grenzen. Besonders kritisch sind diese Bereiche:

  1. Maschinen im Einsatz bei Kfz-Zulieferern: Standard-Policen enthalten Ausschlüsse oder sehr enge Sublimits für Teile, die in Kraftfahrzeuge eingebaut werden. Wer als Maschinenbauer beispielsweise mit dem Regress von angefallenen Aus- und Einbaukosten konfrontiert wird, weil die gelieferte Maschine mangelhaft produziert hat, steht häufig im Regen.
  2. Maschinen im Einsatz bei sonstigen Branchen: Gerade dann, wenn mit der gelieferten Maschine sicherheitsrelevante Erzeugnisse hergestellt werden, können Konstruktionsfehler an der Maschine dazu führen, dass die mit der gelieferten Maschine bearbeiteten oder hergestellten Produkte zurückgerufen werden müssen. Die entsprechenden Kosten aus dem Rückruf werden regelmäßig entlang der Vertragskette bis zum Maschinenbauer durchgereicht.  Versicherungsschutz für die erhobenen Schadensersatzansprüche besteht allerdings, wenn überhaupt, nur in einem sehr begrenzten Umfang.
  3. Die gelieferte Maschine fällt komplett aus: Auch hier drohen sehr hohe Vermögensschäden bei dem Kunden des Maschinenbauers, insbesondere aus dem Bereich des Produktionsausfalls. Herkömmliche Versicherungskonzepte schließen diese Ansprüche kategorisch vom Versicherungsschutz aus.

Die Lösung: Maßgeschneiderte Sicherheit statt Deckungslücken mit unseren eigenen Wordings ARTUS HAFTPFLICHT PROTECT.

Die gute Nachricht ist: Die genannten, komplexen Haftungsszenarien sind versicherbar. Mit unserem hauseigenen Deckungskonzept ARTUS HAFTPFLICHT PROTECT bieten wir Maschinenbauern eine Lösung, die weit über den Marktstandard hinausgeht. Unser Konzept sieht spezifische Deckungsbausteine vor, die – exakt auf Ihren Bedarf zugeschnitten – individuell eingeschlossen werden können.

Kein Schutz „von der Stange“: Warum die Risikoanalyse entscheidend ist

Ein leistungsstarkes Bedingungswerk ist jedoch nur die halbe Miete. Um existenzbedrohende Deckungslücken effektiv zu schließen, ist eine sehr detaillierte Risikoerfassung unerlässlich. Wir gehen gemeinsam mit Ihnen in die Tiefe:

  • Analyse der Kundenbeziehungen: Welche vertraglichen Haftungsverschärfungen sind in Ihren Lieferverträgen versteckt?
  • Verwendungszweck: Was genau machen Ihre Kunden mit den gelieferten Maschinen? Produzieren sie sicherheitskritische Komponenten für die Luftfahrt, Medizintechnik oder den Automobilsektor?
  • Schnittstellen-Betrachtung: Wo endet die Sachschadenhaftung und wo beginnt der reine Vermögensschaden (z. B. durch Produktionsausfall beim Abnehmer)?

Die Komplexität moderner Lieferketten verzeiht keine pauschalen Versicherungslösungen. Ein „Haben wir schon immer so versichert“ kann im Falle eines Regresses zur existenziellen Zerreißprobe werden.

Wenden Sie sich vertrauensvoll an die Experten bei ARTUS. Wir analysieren Ihre bestehenden Versicherungsverträge und Lieferantensituationen mit fachmännischem Blick. Gemeinsam entwickeln wir eine Absicherung, die genau dort greift, wo herkömmliche Konzepte aufgeben. Vermeiden Sie das Unvorhersehbare – sichern wir Ihre Haftungsrisiken ab.

Regress-Falle
Markus Hardenack
Head of Competence Center Liability
ARTUS AG